O2 laufen die Kunden weg
Für Deutschlands kleinsten selbstständigen Mobilfunkanbieter, O2, sieht es gar nicht gut aus. Nicht nur, dass der Anbieter nur wenige Vertragskunden zu sich locken kann – ihm laufen auch noch die Meisten weg.
Denn während 17,1 Prozent der Vertragsnutzer ihren Vertrag 2009 bei O2 kündigten kamen nur 14,8 Prozent der neuen Verträge zu O2 – eine schwere Diskrepanz, besonders wenn man berücksichtigt, das O2 damit bei den Kündigungen auf dem ersten, bei den neuen Vertragsabschlüssen aber nur auf dem zweitem Platz liegt.
O2 muss auf diesen Kundenschwund reagieren und Mobilfunkanbietern wie E – Plus bei dem nur 6,3 Prozent der Kunden ihren Vertrag kündigten stärker Konkurrenz machen.
Handyverträge unwirksam
Wer momentan einen Handyvertrag besitzt kann sich freuen, denn der Vertrag ändert sich möglicherweise zu seinen Gunsten:
200 Bestimmungen von 19 Mobilfunkanbietern wurden für ungültig erklärt. Darunter fällt, dass die Provider nun nicht mehr ohne eindeutige Zustimmung des Kundens dessen Daten für Werbung nutzen dürfen, die AGBs kundenfreundlicher formuliert werden müssen und das dem Kunden ordnungsgemäße Zahlungsfristen beim Zahlungsverzug gesetzt werden müssen.
Auch ist es dem Anbieter ab sofort untersagt, den Vertrag einseitig zu kündigen, wenn der Kunde eine AGB-Änderung ablehnt.
Vodafone, T-Mobile, E-Plus und Congstar gehören zu den 19 Unternehmen, die von diesen Methoden gebraucht gemacht haben. Sobald das Urteil rechtskräftig ist, dürfte dem nicht mehr so sein.




